Netzlisten in PSPICE

In den vergangenen Artikeln haben wir und bereits mit der Gleichstromanalyse und der Transientenanalyse beschäftigt und erste Simulationen mit Hilfe der graphischen Oberfläche durchgeführt.

Um jedoch im Probe-Fenster etwas kompliziertere Vorgänge darzustellen, sollte man sich ein wenig damit beschäftigen, mit welchen Dateien PSPICE intern arbeitet.

Dieses Vorgehen ist zwar etwas komplizierter als bei anderen Simulationsprogrammen wie beispielsweise NI Multisim. Wenn man den Aufbau der Dateien aber erst einmal verstanden hat, kann man aber sehr flexibel arbeiten. Und versprochen: So kompliziert ist es nun auch wieder nicht 😉

Netzliste

Eine sehr wichtige Datei beim Arbeiten mit PSPICE ist die Netzliste.
Anhand der Schaltung zur Kondensatoraufladung aus der letzten Folge zeige ich also heute wie die Netzliste aufgebaut ist.

Mit Hilfe  der Netzliste kann man erkennen, welche Bauelemente mit welchem Pin an welchem Netzwerk angeschlossen ist.

In der Netzliste sind untereinander die einzelnen Bauelemente aufgelistet. Neben den Bauelementen findet man zunächst das Netzwerk mit dem Pin 1 verbunden ist und dann das Netzwerk mit dem Pin 2 verbunden ist, usw.

Neben Bauelementen, die miteinander verbunden sind, findet man also die gleichen Netzwerknamen.

Auf diese Weise kann man erkennen, welcher Pin eines Bauelements Pin1, bzw. Pin2 ist.

Im Probe-Fenster kann man dann mit dieser Information das gewünschte Signal anzeigen lassen.

Im Video zeige ich zudem wie Du mit Hilfe einer zweiten y-Achse, z.B. für die Stromstärke, Strom und Spannung in einem Diagramm darstellen lassen kannst.
Du erhältst so eine sehr übersichtliche Darstellung der Vorgänge Deiner Schaltung.
Rechnen mit Signalen.


Noch Fragen zum Video?


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Christos hatte nach der letzten Folge bereits gefragt, wie man denn die Spannung am Vorwiderstand anzeigen lassen kann. Keiner der beiden Anschlüsse des Widerstands ist mit dem Bezugspotential verbunden, so dass die Spannung am Widerstand in der Netzliste nicht zur Verfügung steht.

Eine Spannung ist aber bekanntlich eine Potentialdifferenz. Über die Potentialdifferenz zwischen dem Potentialen vor und nach dem Widerstand kann man also die Spannung am Widerstand berechnen.

Versuch doch einmal die Spannung am Widerstand dazustellen. Das Ergebnis muss proportional zur Stromstärke sein.

Dieser Artikel ist Teil der PSPICE Workshops. Unter folgendem Link findest Du eine eine Übersicht über die Artikel des PSPICE-Workshops