Die Berechnung der Stromkosten

Es folgt ein weiterer Artikel mit einem Video von mg-spots.de.
Die Zusammenhänge von Leistung, Strom und Spannung, wurden ja bereits besprochen. In der Praxis bezahlen wir den „Verbrauch der elektrischen Leistung“.
Am Beispiel von drei Beispielen soll die Berechnung der Stromkosten noch deutlicher werden. Deutlich gemacht wurde dies in einem Tutorial von mg-spots.de.

Beispiel 1: Flachbildfernseher

Im ersten Beispiel haben wir einen Flachbildfernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 47“ und einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 250 Watt. Im Schnitt ist der Fernseher vier Stunden pro Tag im normalen Betrieb tätig und die restlichen 20 Stunden befindet es sich im Stand-by-Betrieb. Während des Stand-by-Betriebs verbraucht das Gerät 0,5 Watt.

Im Jahr würde ein Verbrauch von 365,00 kWh bei normalem Betrieb zustande kommen und im Stand-by-Betrieb wären dies 3,65 kWh. Insgesamt also ein Verbrauch von 368,65 kWh pro Jahr. Der einzelnen Werte errechnen sich aus dem Verbrauch pro Tag mal 365 Tage.

Damit ist aktuell der Verbrauch des Flachbildfernsehers berechnet. Interessant ist es nun zu wissen, wie viel bezahlt der Endverbraucher im Jahr nur für den Betrieb des Fernsehers. Es wird von einem Kilowattstundenpreis von 0,30 Euro ausgegangen. Der Gesamtverbrauch von 368,65 kWh muss anschließend mit 0,30 Euro multipliziert werden. Somit ergibt sich ein jährlicher Betrag von 110,60 Euro (109,50 Euro normaler Betrieb + 1,10 Euro Stand-by-Betrieb).

Beispiel 2: Glühlampe 40 W und Energiesparlampe 9W

Heutzutage ist es üblich, dass Energiesparlampen im Haushalt verwendet werden. Interessant ist dabei zu wissen, wie lange die Energiesparlampe im Vergleich zur Glühlampe leuchten muss, bis sich ihr Mehrpreis amortisiert. Eine 9 Watt Energiesparlampe entspricht ihrer Helligkeit ungefähr einer 40 Watt Glühlampe. Bei der Anschaffung gehen wir von einem Preis von 0,60 Euro für die Glühlampe und 5 Euro für die Energiesparlampe aus.

Damit die Berechnung funktioniert, muss der stündliche Verbrauch verwendet werden. In diesem Fall ist es also für die Energiesparlampe 9 Wattstunden (Wh) und für die Glühlampe 40 Wattstunden (Wh). Es entsteht also eine Differenz von 31 Wattstunden.

Da der Strompreis aber in Kilowattstunden berechnet wird, muss die Differenz von 31 Wattstunden in Kilowattstunden umgerechnet werden (durch 1000 dividieren). Dieser Wert wird dann mit 30 multipliziert. Daraus berechnet sich eine Kostenersparnis von 0,93 Cent die Stunde. Die Differenz des Anschaffungspreises beträgt 4,40 Euro. Also müssen die 4,40 Euro geteilt durch die stündliche Kostenersparnis von 0,93 Cent werden. Es errechnet sich ein Wert von 473 Stunden. Erst nach dieser Laufzeit tritt eine Kostenersparnis ein.

Beispiel 3: Alkaline Mignon und LR44 im Vergleich

Batterien finden täglich ihren Einsatz. Fernbedienungen, Kameras und Alltagsgegenstände werden so mit Strom versorgt. Der Preis der Batterien sieht dabei zunächst sehr günstig aus. Werden diese in einen direkten Vergleich mit „Strom“ aus der Steckdose verglichen, ergibt sich gänzlich ein anderes Bild.

Es wird davon ausgegangen, dass die Mignon einen Anschaffungspreis von 0,35 Euro und die LR44 von 0,17 Euro hat. Die Kapazität der Mignon liegt hier bei 2,8 Ah und bei der LR44 bei 145 mAh. Die Spannung beider Batterien beträgt 1,5 V.

Wir haben gelernt, dass sich die elektrische Leistung aus Spannung * Stromstärke berechnet. So erhalten wir bei der Mignon einen Energiegehalt von 0,0042 kWh und bei der LR44 von 0,000218 kWh. Der Anschaffungspreis wird nun noch mit dem Energiegehalt dividiert. Bei der Mignon ergibt sich ein Kilowattstundenpreis von 83,33 Euro und bei der LR44 von 779,82 Euro. Der Kilowattstundenpreis bei der LR44 liegt also 2600 mal höher als bei dem Strom aus der Steckdose.

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