Einmessen einer Teslaspule

Bei der Suche nach Informationen und Projekten zu Tesla und zur Teslaspule bin ich auch auf einige Videos zu Schulprojekten gestoßen.

Als Beispiel zeige ich in diesem Artikel ein Projekt zum Bau einer Teslaspule in einer Technikerschule.

In dem Video geht es um das Einstellen der Resonanzfrequenz der beiden Schwingkreise der Teslaspule.

Scheinbar ist ein gewisser Marcel morgens nicht aus den Federn gekommen. Deshalb haben seine Mitschüler das Einmessen der Schwingkreise auf Video aufgenommen und auf YouTube veröffentlicht.

Das Einmessen einer Teslaspule

Im Gegensatz zur Simulation einer Teslaspule, in der die Resonanzfrequenz eines Schwingkreises einfach ausgerechnet werden kann, weil man ja die einzelnen Bauteile des Schaltkreises kennt, ist dies bei einer realen Teslaspule nicht so einfach.

Die Kapazitäten und Induktivitäten können nur sehr ungenau bestimmt werden, so dass man die Resonanzfrequenz experimentell bestimmt.

Die Bestimmung der Resonanz der Sekundärspule

Im Video wird zunächst die Resonanz der Sekundärspule bestimmt. Hierzu wird ein Funktionsgenerator (Frequenzgeber) mit einem Anschluss an die Spule und dann mit einem Oszilloskop die (abgestrahlte) Spannung gemessen.

Die Frequenz des Funktionsgenerators, bei der die größte Ausgangsspannung gemessen werden kann, ist die Resonanzfrequenz des Schwingkreises.

Der Schwingkreis an der Sekundärspule im Video hat eine Resonanzfrequenz von ca. 325 kHz.

Abstimmen der Resonanzfrequenz des Schwingreises an der Primärspule

Anschließend muss dafür gesorgt werden, dass die Teslaspule auf der Primärseite auf die gleiche Resonanzfrequenz eingestellt wird.

Nur so erhält man einen Tesla-Transformator, der für die gewünschte Spannungsüberhöhung auf der Sekundärseite sorgt.

Zur Einstellung der Resonanzfrequenz ändert man die Induktivität der Primärspule.

Das Ändern der Induktivität erreicht man dadurch, dass man den Abgriff an der Spule ändert. So erhält die Spule zum Beispiel nur 9 statt 10 Windungen, bzw. nur 9 9/10 Windungen.

Denn bereits kleine Änderungen der Spulenlänge haben hier großen Einfluss auf die Induktivität und damit auf die Spulenlänge.

Bei der Windungszahl, also bei dem Spulenabgriff, bei der die höchste Spannung gemessen wird, ist auch die Resonanzfrequenz der Primärseite auf die eingestellte Frequenz von 325 kHz eingestellt.

Zum Schluss des Videos gibt es dann noch einen Blick auf die Schaltpläne und ausprobiert werden muss die Teslaspule natürlich auch. 😉



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