Transistor-Emitterschaltung

Kategorie: Elektronik, Transistor

Nachdem in der vergangenen Folge der Aufbau und die Funktionsweise von Bipolartransistoren erläutert wurde, geht es heute um den Aufbau und die Funktionsweise einer Verstärkerschaltung.

Für Verstärkerschaltungen nimmt man im NF-Bereich häufig die Emitterschaltung. Zum NF-Bereich (Niederfrequenz-Bereich) gehören die hörbaren Signale, also beispielsweise Sprachsignale.

Eine Anwendung der Emitterschaltung wäre daher zum Beispiel die Verstärkung eines Mikrophonsignals, um es auf einem Lautsprecher ausgeben zu können.

Die Emitterschaltung heißt so, weil Eingangssignal und Ausgangssignal als gemeinsamen Bezugspunkt den Emitteranschluss des Transistors haben.

Denkt man sich die Koppelkondensatoren weg, kann man das sehr leicht am Schaltbild erkennen. Das Eingangssignal liegt dann zwischen Basis und Emitter, währende das Ausgangssignal zwischen Kollektor und Emitter abgegriffen wird.

Bei dieser einfachen Schaltung ist dieser Zusammenhang noch sehr schön zu erkennen.

Bei Schaltungen, die wir in Zukunft analysieren, ist das leider nicht mehr ganz so einfach.

Der Aufbau der Emitterschaltung

Im Video wird zunächst einmal der Aufbau einer Emitterschaltung erläutert.

Der gewünschte Arbeitspunkt wird über die Widerstände eingestellt. Über Kondensatoren werden die Eingangsignale und Ausgangssignale an die Schaltung angekoppelt, bzw. die Arbeitspunkteinstellung abgekoppelt..

Zunächst wird gezeigt, wie man die Widerstände dimensioniert, um den gewünschten Arbeitspunkt einzustellen.

Der Basisvorwiderstand begrenzt hierzu den Basistrom. Man sucht sich also den gewünschten Basisstrom und kann damit dann die Größe des Basisvorwiderstandes berechnen.

Über den Kollektorwiderstand kann man den gewünschten Arbeitspunkt im Ausgangskennlinienfeld festlegen. Die Spannung UCE wir häufig auf die Hälfte der Betriebsspannung eingestellt. Der Transistor arbeitet dann im sogenannten A-Betrieb.

Nach der Berechnung der Widerstandswerte zur Einstellung des Arbeitspunktes wird die Schaltung im Video mit Hilfe von LTSpice simuliert.

Die Einstellung des Arbeitspunktes wird zunächst überprüft. Nach zusätzlichem Anlegen des Eingangssignal erkennt man im Video die Verstärkung des Signals. Sehr schön erkennt man auch die Phasenverschiebung um 180° des Ausgangssignals im Vergleich zum sinus-förmigen Eingangssignals.

Am Ende des Videos werden noch die Eingangs- und Ausgangsimpedanzen und die Gesamtverstärkung der Emitterschaltung berechnet.

Das Video




ET-Tutorials weiterempfehlen

Hat Dir der Artikel gefallen?
Dann unterstütze ET-Tutorials.de mit einer Empfehlung per Email an Deine Freunde .

Hinweis zum Datenschutz: Ich kann weder Deine noch die Email-Adresse Deiner Freunde sehen.

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus der gleichen Kategorie könnten Dich ebenfalls interessieren:

» Der Transistor
» Impuls- und Pausezeiten für den Astabilen Multivibrator mit dem Baustein NE555
» Externe Beschaltung des NE 555 zum Astabilen Multivibrator
» Transistor - Grundlagen und Arbeitspunkteinstellung
» Astabiler Multivibrator mit dem Timer-Baustein NE 555

4 Kommentare
Hier kannst Du den Artikel kommentieren: »

  1. Die Simulation von Transistorschaltungen ist eine gute Idee.
    Es gibt ja auch kostenlose SImulationsprogramme (LTSpice ist glaube ich auch kostenlos).
    Wolfgang, vielleicht könntest Du eine Artikelserie zu LTSpice oder einem ähnlichen Programm machen.
    Das wäre sicher für viele hier interessant.

    LG
    Gernot (der mittlerweile täglich hier ist ;-) )

  2. Hallo Gernot,
    es freut mich, dass Du zu den Stammlesern hier bei ET-Tutorials gehörst.

    An eine Artikelserie zu PSPICE oder LTSPICE habe ich auch schon gedacht.
    Hierzu müsste ich aber beim µC-Kurs und beim Digitaltechnikkurs etwas langsamer machen.
    Was aber auch nicht schlecht wäre.
    Ich lass mir das noch einmal durch den Kopf gehen.
    Bis morgen ;-)

  3. Ja, ein Video-Tutorial zu LTSpice wäre cool.
    Wir haben in der Schule Multisim, aber das ist leider kostenpflichtig und die Lehrer rücken’s nicht raus.

  4. Hallo Zooom.
    Deine Lehrer würden in Teufels Küche kommen, wenn sie Dir die Software geben würden.
    Kostenfreie SW wie PSCPICE und LTSPICE haben da schon Vorteile, vor allem in der Ausbildung.
    Ich plane gerade die Projekte, die ich mir für dieses Schuljahr auf ET-Tutorials vornehmen möchte. Mal gucken, ob ich da noch Luft für ein SPICE-Tutorial habe.

Kommentiere hier den Artikel:

Abonnieren ohne einen Kommentar abzugeben