Warum fließen Elektronen durch einen Kondensator?

Warum fließen Elektronen durch einen Kondensator? – Die Frage meine ich nicht wörtlich. Natürlich kann man eine hohe Spannung anlegen bis es knallt. Dies passiert öfter als man denkt und kann böse ins Auge gehen.

Was ich mit der Frage „Warum fließen Elektronen durch einen Kondensator“ meine, ist folgendes:

Wenn ein Kondensator aufgeladen wird, fließen die Elektronen auf eine Kondensatorplatte. Von der anderen Kondensatorplatte werden Elektronen abgezogen.

Wenn man mehrere Kondensatoren in Reihe schaltet, fließen ebenfalls Elektronen auf die Kondensatorplatte des „unteren“ Kondensators.

Wenn die Kondensatoren aber in Reihe geschaltet sind, muss im gesamten Zweig die gleiche Stromstärke fließen.

Oder?

Es handelt sich schließlich um eine Reihenschaltung.

Dass Elektronen vom „oberen“ Kondensator abgezogen werden, kann man sich ja noch vorstellen.

Wie sieht es aber nun zwischen den Kondensatoren aus? Fließt dort auch ein elektrischer Strom?
Und wenn ja, woher kommen die Elektronen?

Video zum Stromfluß zwischen Kondensatoren

Dieser Frage möchte ich in diesem Video nachkommen. Und erläutern, woher der Stromfluss zwischen Kondensatoren bei einer Reihenschaltung von Kondensatoren kommt.

Wie man in dem Video sieht, fließt tatsächlich ein elektrischer Strom zwischen den Kondensatoren, obwohl keine Elektronen „durch“ den Kondensator fließen.

Allein die Abstoßungs- und Anziehungskräfte und somit das elektrische Feld sorgen für den Stromfluss zwischen den Kondensatoren.

Bemerkenswert dabei ist, dass zwar die gleiche Stromstärke und somit auch die gleiche Anzahl Elektronen pro Zeiteinheit im gesamten Zweig fließen.

Es sind aber nicht die selben Elektronen!

In der nächsten Folge sehen wir uns die Parallelschaltung von Kondensatoren noch einmal genauer an.

Dann geht es darum, wie sich die Gesamtkapazität verändert, wenn man Kapazitäten in Reihe schaltet.