Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung


Der „Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung“ bildet die Funktionszusammenhänge einer Schaltung ab und gibt gleichzeitig den Aufbau der Betriebsmittel und häufig auch deren räumliche Anordnung wieder.

Genau wie in der aufgelösten Darstellung lässt das Wort Stromlaufplan darauf schließen, dass man in diesem Plan den Verlauf des Stroms nachvollziehen kann. Im Gegensatz zum Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung, sind die einzelnen Betriebsmittel in der zusammenhängenden Darstellung jedoch so gezeichnet wie sie in der Realität vorzufinden sind. Stellt man beispielsweise ein Stromstoßrelais dar, dann wird dieses Relais mit seinem Gehäuse und all seinen Anschlüssen und Kontakten gezeichnet, unabhängig davon wie viele Kontakte für diese konkrete Schaltung überhaupt benötigt werden.

Die Anordnung der einzelnen Betriebsmittel orientiert sich an der räumlichen Lage zueinander. In vielen Schaltungen der Installationstechnik kann die Anordnung ganz einfach aus dem Übersichtsschaltplan übernommen werden.

Uns so wirds gemacht

Bei der Erstellung eines Stromlaufplans in zusammenhängender Darstellung geht man am einfachsten wie folgt vor. Zunächst positioniert man die Gehäuse aller Betriebsmittel einer Schaltung gemäß der Anordnung im Übersichtsschaltplan. Anschließend ergänzt man die Schaltsymbole der Betriebsmittel in der allpoligen Darstellung (natürlich im ausgeschalteten Zustand) mit den entsprechenden Betriebsmittelgehäusen. Zuletzt vervollständigt man die Schaltung indem die Betriebsmittel so miteinander verbunden werden, dass sich die korrekte Schaltungsfunktion ergibt. Die Schaltung muss im stromlosen Zustand gezeichnet werden, sodass der Verbraucher ausgeschaltet ist.

Viele Schaltungen der klassischen Gebäudeinstallation lassen sich in der zusammenhängenden Darstellung deutlich einfacher als „Aufputz-Installation“ mit Abzweigdosen zeichnen.

Stromlaufpläne Umzeichnen

Häufig kann bei gegebenem Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung ein Umzeichnen in die aufgelöste Darstellung nötig sein, um die Funktionszusammenhänge einer Schaltung richtig verstehen zu können. Dazu empfiehlt es sich, den Weg des Stroms vom Außenleiter beginnend über alle schaltenden Elemente und den Verbraucher bis zum Neutralleiter nachzuvollziehen. Dabei zeichnet man untereinander der Reihe nach alle schaltenden Elemente bis zum Verbraucher und markiert sich in der zusammenhängenden Darstellung die übertragenen Verbindungen. Anschließend ergänzt man alle Abzweigungen zu parallelen „Strompfaden“. So werden nur noch die Schaltungsteile abgebildet, die für das Verständnis der Funktion von Bedeutung sind.

Im nachfolgenden Video zeige ich dir nochmal Schritt für Schritt, wie du einen Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung anfertigen kannst:

Nachdem du jetzt einige Schaltpläne der Installationstechnik kennengelernt hast, sollten wir uns nun mit den grundlegenden Installationsschaltungen für das Schalten von Lampen und Steckdosen befassen. Dazu gehören die Serienschaltung, die Wechselschaltung, die Sparwechselschaltung, die Kreuzschaltung und die Stromstoßschaltung.

Weitere Videos zum Thema:


Der Übersichtsschaltplan

Strombelastbarkeit und Leiterquerschnitt unter nicht idealen Verlegebedingungen bestimmen

Die Serienschaltung

Installationstechnik

Die Wechselschaltung